Länge des Newsletters

Von Nicolai Parlog vor mehr als 2 Jahren hinzugefügt

Momentan verschicken wir je Blog-Post einen Newsletter und das soll auch in Zukunft so bleiben. Da wir aktuell keine Möglichkeit haben, einen Newsletter automatisch aus einem Post zu erstellen und das - insbesondere für die Nur-Text-Version - sehr aufwendig ist, verschicken wir jedoch immer nur den Link mit einem zusammenfassenden Abschnitt.

Die Frage ist, ob das so bleiben soll.

Gegenüberstellung

Als Vorteil der Kurzversion kann man sehen, dass Leute dadurch verstärkt in unseren Blog gelockt werden, wo sie hoffentlich mehr interessantes zum Thema finden. Man könnte auch argumentieren, dass E-Mails nicht das beste Medium für längliche Artikel sind. Der große und immer wiederkehrende Aufwand einer manuellen Erstellung oder der unsichere, einmalige Aufwand eine automatische Lösung zu suchen spricht ebenfalls für die Kurzversion.

Das wichtigste Argument für die Vollversion ist die Tatsache, dass es (auf mich) schnell befremdlich und nötigend wirkt, wenn man nur den ersten Absatz zugestellt bekommt. Das ist auch der Grund, warum bewusst entschieden wurde, den gesamten Text im RSS-Feed auszuliefern.

Meine Meinung

Ich tendiere leicht zur Vollversion, aber nur unter der Bedingung, dass diese in HTML und Nur-Text automatisch und lesbar erstellt wird. Bis eine solche Möglichkeit gefunden ist, bevorzuge ich die Kurzversion.

Technischer Hintergrund

Falls wir die gesamten Blog-Posts verschicken wollen, wäre eine Möglichkeit, diese automatisch zu erstellen, extrem hilfreich (bzw. erforderlich, s.o.). Das bedeutet:

  • automatische Erstellung der HTML-Version
  • automatische Erstellung einer lesbaren Nur-Text-Version
Zum Versand des Blog-Newsletters verwenden wir aktuell ein Plugin. Die für uns wichtigen Features sind:
  • eine automatisch erstellte Login-Seite
  • Double Opt-In
  • die Möglichkeit Tracking abzustellen

Prinzipiell erlaubt die Professional Edition (20$/a) mit der Extension Feed By Mail einen automatischen Newsletter-Versand. Die Extension lässt auch kostenlos testen.

Der Umzug zu einem alternativen Plugin ist möglich. Dies müsste alle hier genannten Bedingungen erfüllen.


Antworten (34)

RE: Länge des Newsletters - Von Nicolai Parlog vor mehr als 2 Jahren hinzugefügt

Mehraufwand

Den Mehraufwand schätze ich nicht allzu hoch ein. Zu jedem Post gibt es einen Tweet und der wäre als einleitender Satz zu dem Link ausreichend.

Für die letzten vier Wochen sähe das dann so aus:

Warum Freie Software und Offene Standards für die Stadt Dortmund?
http://blog.do-foss.de/beitrag/warum-freie-software-und-offene-standards-fuer-die-stadt-dortmund/

Stadt Dortmund bezahlt Microsoft für die Empfehlung von Microsoft Produkten: Nachzulesen im IT-Konzept.
http://blog.do-foss.de/beitrag/konzept-der-stadt-dortmund/

Wer sich für FOSS in Dortmund interessiert oder einsetzen möchte, kann uns regelmäßig treffen.
http://blog.do-foss.de/organisation/open-offices/

Da die Mail nur monatlich und außerdem an viele Adressen rausgeht, die sicherlich ziemlich viel Post bekommen, würde ich darüber einen unserer Blöcke zur Vorstellung von Do-FOSS setzen.

Einteilung

Ich würde folgende Personen weiterhin mit jedem Post beliefern:
  • alle die wir persönlich kennen
  • alle Organisationen, von denen wir wissen, dass sie uns gut finden
  • Einrichtungen, die aus strukturellen Gründen den gesamten Text brauchen (entsprechend der obigen Diskussion schließt das wohl die Stadt ein)

Alle anderen, und ich weiß, dass das die Mehrheit ist, würde ich monatlich beschicken - bis auf gelegentlich Ausnahmen für Texte von besonderem Interesse schließt das auch die Mailinglisten ein.

Spam (meine Sicht)

Spam ist lästig. Nichts treibt mich schneller dazu, von einer Einrichtung angepisst zu sein als von ihr mit Mails belästigt zu werden. Und das gilt obwohl ich all diese Mails abonniert habe! Relativ gesehen lese ich von Atmosfair oder Polarstern mehr als von Campact - dabei bekomme ich von Campact irgendwo zwischen 5 und 50 mal so oft Mails. Die Frequenz macht dabei also einen großen Unterschied.

Wenn ich mir dann vorstelle wie es all den Leuten geht, die uns (a) nie abonniert haben und (b) nichts dagegen machen können (die auf Mailinglisten) könnte ich mir vorstellen, dass wir eine ganze Menge Antipathie auslösen. Dass sich jemand so viel Mühe gemacht hat, uns deswegen sogar anzuschreiben unterstreicht das meiner Meinung nach. (Oder wann habt ihr das letzte Mal auf Spam geantwortet?) Das finde ich besonders gefährlich, weil wir gleich alle wichtigen Organisationen angeschrieben haben. Wir haben wenig Spielraum Fehler zu machen. Wenn - nur um ein willkürliches Beispiel zu konstruieren - der Redakteur, der bei den Ruhrnachrichten unsere Mails bekommt, jetzt schon die Schnauze voll hat, können wir nicht einfach schulterzuckend bei der nächsten Lokalzeitung weitermachen.

Natürlich erzeugen wir so auch positive Rückmeldungen. Man sollte sich aber gewahr sein, dass wir nur diese sehen. Von all denjenigen, die von uns angepisst sind, erfahren wir einfach nicht. Wir sehen also nur eine stark verzerrte Version der Effekte.

Neue Ausrichtung?

Unterm Strich würde ich vermuten, dass wir in den letzten Wochen bei einem Großteil der Personen Interesse geweckt haben, bei denen das Potential dazu besteht. Oder andersherum: ich glaube nicht, dass in unserem Verteiler noch viele Leute gibt, die uns interessant finden, aber noch nicht von uns wissen. Umgekehrt schätze ich das Potential, durch Spam Antipathien zu wecken, als wachsend ein. Weiterhin an alle die wöchentlichen Updates zu schicken, halte ich also für keine nachhaltige Marketingstrategie.

Insgesamt denke ich, dass wir keinen besonderen Verlust erleiden, wenn wir die ungefragt Adressierten nur noch monatlich anschreiben. (Damit der Schritt nicht zu plötzlich kommt, können wir in einem extra Newsletter gerne darauf hinweisen.) Dafür zahlt sich das hoffentlich langfristig darin aus, dass nicht ein spürbarer Teil der von uns angeschriebenen, Do-FOSS mit Spam gleichsetzt.

RE: Länge des Newsletters - Von Till Schäfer vor mehr als 2 Jahren hinzugefügt

monatliche Mails

Ich finde die Idee der monatlichen Zusammenfassungen auch nicht schlecht. Ich wäre also dafür zu haben bei den nicht selbst eingetragenen Leuten auf diese verfahren umzustellen. Frage

Header

Ich habe heute noch ein negatives Feedback zu der Volltext-Mail bekommen: Dadurch, dass wir hier einfach nur den Inhalt direkt versenden, fehlt der komplette Kontext (Ausnahme: Footer). Es gibt keine Anrede, keine Einführung darein wer wir sind, keine Erklärung warum wir da nun ein Text kommt und am Ende unterschreibt die Mysteriöse Redaktion von Unbekannt (etwas Überspitzt dargestellt). Insbesondere bei Mailinglisten und Neuaufnahmen ist dies ein Problem, da die Leute ja unsere ersten Mails nicht bekommen haben, in denen wir uns vorgestellt haben. Falls wir also weiterhin an irgendwen die Lange Version verschicken, sollten wir hier einen Kurzen Header einfügen mit "Hallo", "Wer sind wir", "Wir haben einen neuen Post".

RE: Länge des Newsletters - Von Nicolai Parlog vor mehr als 2 Jahren hinzugefügt

monatliche Mails

[...] Frage

Sollte es danach noch weitergehen? Ansonsten stimme ich deiner Zustimmung zu. :)

Header

Bei den monatlichen Mails soll es auch einen Header geben - einen einheitlichen für beide zu schreiben sollte also kein Problem sein. Finde ich gut.

RE: Länge des Newsletters - Von Nicolai Parlog vor mehr als 2 Jahren hinzugefügt

Ich habe eben ein sehr detailliertes negatives Feedback zu unserem Newsletter bekommen:

Ich begrüße ausdrücklich Dein Engagement für Freie Software in Dortmund, möchte Dir aber an dieser Stelle etwas Meta-Feedback geben:

1/ Ich weiß leider nicht so genau, wie ich (oder wir) in den Genuss Deiner Mitteilung kommen. Du schickst die Informationen offenkundig per Bcc: an die Empfänger, setzt aber nicht einmal einen Dummy-Empfänger. Geht das nun an Einzelpersonen (wie kommst Du da an die Adressen?), an Initiativen oder an einen Presseverteiler? Bei einmaligen Aktionen sehe ich so etwas meist mit Milde, wenn mich das Thema auch interessiert, aber meiner Erfahrung hat nicht jeder so eine hohe Toleranzschwelle.

2/ Was ist der Punkt Deines Mailings? Wolltest Du einfach nur einmal die Frage aus dem Subject an irgendwem beantworten? Kommt jetzt eine Darlegung Deiner Weltsicht oder gibt es irgendwo etwas zu tun? Was ist Deine These? Was ist der Appell an die Empfänger?

3/ Der Text ist sehr lang und ohne eine klare Vorabbeantwortung von 2/ würde ich auf Verdacht nicht so viel Text lesen, obwohl, und davon bin ich überzeugt, er argumentativ wohl durchdacht ist.

Mir ist Euer Engagement und Euer Webauftritt schon vor einiger Zeit positiv aufgefallen; bringt doch Eure E-Mail-Kommunikation auf das gleiche Level!

Das bestätigt ziemlich genau meine Befürchtungen. Können wir jetzt bitte kollektiv einsehen, dass das bisherige Verfahren nicht zielführend ist und davon Abstand nehmen? Bis das beschlossen ist, werde ich keine weiteren Newsletter verschicken.

RE: Länge des Newsletters - Von Frederick Weiß vor mehr als 2 Jahren hinzugefügt

Eine zeitliche Verzögerung können wir uns kaum leisten. Dann würde das Posten im Blog auch weniger Sinn ergeben.
Schlagt doch ein Verfahren vor. Bei der Einteilung der E-Mail-Adressen helfe ich dann gerne.

RE: Länge des Newsletters - Von Nicolai Parlog vor mehr als 2 Jahren hinzugefügt

Eine zeitliche Verzögerung können wir uns kaum leisten.

Wie genau ist "zeitliche Verzögerung" gemeint? Zwischen einem Post und dem monatlichen Newsletter? Oder zwischen jetzt und dem Zeitpunkt, wann wir das geklärt haben?

Falls es um die Verzögerung zwischen Post und Newsletter geht... Es gibt weiterhin drei Kanäle auf denen man uns zeitnah folgen kann: dem Per-Post-Newsletter, RSS und Twitter. Falls sich jemand nicht dafür entscheidet, einem dieser Kanäle zu folgen, hat er anscheinend kein großes Interesse an uns. Das werden wir mit weiteren wöchentlichen (mindestens) Mammutmails nicht ändern.

Dann würde das Posten im Blog auch weniger Sinn ergeben.

Das sehe ich nicht so. Ich halte den Newsletter nicht für einen zentralen Aspekt unserer Tätigkeit. Ich sehe ihn als ein Instrument, um Leute für uns und das Thema zu gewinnen und auf die eigentliche, die inhaltliche Arbeit (Diskurs mit der Stadt, Veröffentlichungen im Blog, Veranstaltungen wie den Flyern) aufmerksam zu machen. Diesen Zweck hat er in den ersten Wochen so wie er gestaltet war gut erfüllt. Für die unmittelbare Zukunft gefährdet er dieses Ziel meiner Meinung nach, weil er zu viel Ablehnung erzeugt.

Anders: Ich sehe den Newsletter - ähnlich wie z.B. unseren Twitter-Auftritt - als "Anhängsel" unserer inhaltlichen Arbeit. Die bleibt von der Gestaltung dieses Anhängsels unberührt.

Schlagt doch ein Verfahren vor

Mein Vorschlag steht oben und ich bin bereit, das morgen umzusetzen. Ich warte auf Zustimmung oder eine Diskussion zur Suche nach einer anderen Lösung.

Kurzfassung:
  • zwei Verteiler, zwischen denen Abonnenten wechseln können
  • einer für monatliche Mails, die unsere Aktivitäten nur zusammenfassen (kurze Erklärung + Link)
  • die meisten Adressen im Verteiler kommen auf die monatliche Liste

RE: Länge des Newsletters - Von Nicolai Parlog vor mehr als 2 Jahren hinzugefügt

Im Telefonat haben wir uns neulich darauf geeignet, dieses Verfahren prinzipiell umzusetzen. Jetzt geht es um die Details.

Hier mein Vorschlag für eine Aufteilung des Verteilers: https://do-foss.pad.foebud.org/56

RE: Länge des Newsletters - Von Nicolai Parlog vor etwa 2 Jahren hinzugefügt

Sechs Monate später...

Die letzten Beiträge zu diesem Thread wurden verfasst bevor Alfahosting eingeschritten ist. Bei mir haben sich jetzt einige Fragen ergeben:

  • In den letzten sechs Monaten haben wir also unseren Verteiler (außerhalb des Blog-Newsletters, zu dem sich Leute eigenständig angemeldet haben) nicht angeschrieben, richtig?
  • Wollen wir aktiv werden und versuchen, die Personen nach und nach von einer Anmeldung zu überzeugen?
  • Gibt es irgendwelche anderen dahingehenden Pläne?

Falls die Antwort auf alle Fragen Nein ist, können wir diesen Thread schließen. Andernfalls sollten wir einen neuen aufmachen ("Wiederbelebung Verteiler" oder so) und dort diskutieren.

RE: Länge des Newsletters - Von Till Schäfer vor etwa 2 Jahren hinzugefügt

Ich sehe aktuell keinen Anlass den "alten Newsletter" wiederzubeleben.

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